Sie haben sich für eine Lebensversicherung entschieden, jetzt müssen Sie nur noch die passende auswählen. Hier stellen wir Ihnen die wichtigsten Versicherungsarten vor, je nach Ihren Zielen und Erwartungen.
Risikolebensversicherung
Diese Policen bieten erschwinglichen Versicherungsschutz mit einer bestimmten Todesfallleistung für einen festgelegten Zeitraum, typischerweise 5 bis 30 Jahre (oder bis zu einem bestimmten Alter, z. B. 65 Jahre). Sie eignen sich für eine zeitlich begrenzte Absicherung, beispielsweise für Eltern, die ihre Kinder bis zum Erwachsenenalter absichern möchten. Risikolebensversicherungen sind in der Regel weniger komplex als Kapitallebensversicherungen und daher günstiger. Der einzige Nachteil besteht darin, dass im Falle des Erreichens der natürlichen Laufzeit – außer bei einer Risikolebensversicherung mit Prämienrückerstattung – keine Auszahlung der gezahlten Prämien erfolgt. Nach Ablauf der Laufzeit und Erfüllung des Versicherungsschutzes können diese Policen jedoch in Kapitallebensversicherungen, wie z. B. eine Lebensversicherung auf Lebenszeit oder eine fondsgebundene Lebensversicherung, umgewandelt werden . Es empfiehlt sich, dies mit einem Finanzberater zu besprechen, um die Kosten und Bedingungen dieser Policen besser zu verstehen, da diese von Anbieter zu Anbieter stark variieren können.
Lebenslange Versicherung
Zu dieser Kategorie gehören Lebensversicherungen mit Kapitalaufbau und Universal-Life-Versicherungen. Diese sind zwar teurer als Risikolebensversicherungen, bieten aber unter Umständen höhere Leistungen. Da sie keine festgelegte Laufzeit haben, bauen Lebensversicherungen mit Kapitalaufbau im Laufe der Zeit einen Rückkaufswert auf, wodurch ein Teil der Beiträge steuerbegünstigt wächst. Dadurch ähneln sie typischen Finanzprodukten. Mit dem wachsenden Rückkaufswert – dessen Höhe je nach Versicherungsart variiert – können Sie Darlehen aufnehmen oder Teilentnahmen vornehmen. Der Nachteil besteht darin, dass Ihre finanzielle Leistung deutlich sinkt, wenn Ihr Tod eintritt, bevor der Rückkaufswert wieder aufgebaut ist. Zusammenfassend lässt sich sagen: Eine Versicherung mit Rückkaufswert ist in der Regel teurer als eine vergleichbare Versicherung ohne Rückkaufswert. Die Investition kann sich jedoch lohnen, wenn Sie die potenziellen Vorteile nutzen möchten.
Lebenslange Versicherung
Der Versicherer garantiert dem Begünstigten die Leistung (Kapital oder Rente) im Todesfall des Versicherten. Die Laufzeit des Vertrags entspricht der Lebenszeit des Versicherten. Die gezahlten Prämien werden nach Abzug der Kosten vom Unternehmen in einem von ihm verwalteten Fonds angelegt. Die Erträge aus der Fondsverwaltung fließen größtenteils in den Vertrag und bestimmen die Leistung des Versicherers im Todesfall des Versicherten. Anders als bei einer Versicherung auf Lebenszeit sind die gezahlten Prämien nicht vollständig unverfallbar. Häufig sieht diese Vertragsart eine Prämienzahlung über eine bestimmte Anzahl von Jahren vor, die Garantie gilt jedoch lebenslang. Darüber hinaus besteht (in der Regel nach dem dritten Jahr) die Möglichkeit, die gezahlten Beträge zurückzufordern oder die Vertragssumme zu reduzieren. Dies wird dadurch ermöglicht, dass das Unternehmen jährlich nach Abzug der Kosten einen Großteil der Prämie in einem internen Fonds oder einer separaten Verwaltung zurücklegt und aus dieser Verwaltung Erträge erzielt, die teilweise an den Versicherungsnehmer ausgezahlt werden. Dieser Mechanismus ermöglicht es dem Unternehmen, durch seine Verwaltung ein Kapital aufzubauen, das nach zehn Jahren, wie im Beispiel, der vom Versicherer zustehenden Leistung entspricht.
Universelle Lebensversicherung
Dies ist eine Lebensversicherung mit Kapitalaufbau und Anlageoptionen. Sie bietet in der Regel flexible Beitragszahlungen, die sich jedoch auf den Kapitalaufbau und die Todesfallleistung auswirken. Aufgrund dieser vielfältigen Möglichkeiten ist die Universal-Life-Versicherung komplexer und richtet sich vor allem an Anleger, die sich bewusst mit Finanzanlagen auseinandersetzen. Bei einer fondsgebundenen Universal-Life-Versicherung ist der Kapitalaufbau an verschiedene Anlageoptionen gekoppelt. Entscheiden Sie sich für eine indexgebundene Universal-Life-Versicherung, baut sich der Kapitalaufbau anhand der Wertentwicklung bestimmter, vorab festgelegter Indizes auf. Dadurch ist sie günstiger und risikoärmer als eine fondsgebundene Universal-Life-Versicherung, da keine tatsächliche Investition in einen Index erfolgt.
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Eine Lebensversicherung ist ein Vertrag zwischen einem Versicherer und einem Versicherten, der bestimmten Begünstigten (vom Versicherungsnehmer benannten) die Zahlung einer Geldsumme durch den Versicherer im Falle des Todes des Versicherten garantiert, wobei der Versicherte zu Lebzeiten Prämien (einmalig oder wiederkehrend) zahlt.
Lebensversicherung: Wer sollte sie abschließen?
Die Lebensversicherung, die ursprünglich dazu gedacht war, Familien bei der Deckung von Bestattungskosten und der Versorgung von Witwen und Waisen zu unterstützen, ist heute ein flexibles und leistungsstarkes Finanzprodukt, das in der Lage ist, überlebende Familienmitglieder oder andere Begünstigte nach dem Tod des Versicherten zu unterstützen.
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Was ist eine Krankenversicherung?
Die Krankenversicherung ist eine Versicherungsart, die die Kosten für medizinische und chirurgische Eingriffe einer versicherten Person abdeckt.
